Marion Kellner


Was versteht man unter der Magnetfeldtherapie?

Bei der pulsierenden Magnetfeldtherapie wird mit einem elektrischen Gerät ein elektromagnetisches Feld um die zu behandelnde Körperstelle aufgebaut. Dabei wirken bestimmte Frequenzen des Magnetfeldes positiv auf den Organismus ein und beeinflussen diesen bioenergetisch.

Das heißt, das pulsierende Magnetfeld nimmt Einfluss auf den Stoffwechsel und die Durchblutung des Körpers und regt so den Körper zur Selbstheilung an. Das Ziel der Magnetfeldtherapie ist Heilungsprozesse zu beschleunigen sowie Schmerzen zu lindern. Darüber hinaus kann die pulsierende Magnetfeldtherapie bei Sportler*innen auch präventiv eingesetzt werden.

In der Orthopädie wird die pulsierende Magnetfeldtherapie erfolgreich bei der Behandlung von Arthrose, Osteoporose, Wirbelsäulenerkrankungen und -verletzungen sowie bei der Nachbehandlung von Operationen und rheumatischen Beschwerden angewendet. Die Auswirkungen einer Magnetfeldtherapie sind vielseitig. So bewirkt diese Therapieform beispielsweise eine Erhöhung der Sauerstoffsättigung und beeinflusst positiv die Knochenstabilisierung und Knochenerhaltung. Darüber hinaus wird auch die Bildung von Reparatureiweißen angeregt und der Stoffwechsel aktiviert.

Wie verläuft eine Behandlung?

Die Behandlung findet liegend statt und dauert eine halbe Stunde. Um einen maximalen Erfolg zu erzielen, sollte man mindestens jeweils 2 Sitzungen wöchentlich über einen Zeitraum von 5 Wochen durchführen. Die Stärke des Magneten wird individuell angepasst. Die Magnetfeldtherapie lässt sich mit anderen Behandlungsformen kombinieren. Die Behandlung verursacht keine Schmerzen, aufgrund der verbesserten Durchblutung werden Sie aber ein leichtes Kribbeln und Wärme verspüren.

Die Magnetfeldtherapie hilft bei einer Vielzahl an Krankheiten und Schmerzzuständen:

• Verschleißerkrankungen in den Gelenken (z.B. Arthrose)

• Entzündliche Erkrankungen des Bewegungsapparates

• Beschwerden in den Bandscheiben (z.B. Bandscheiben-vorfall)

• Rheumatische Erkrankungen

• Knochenschwund und Osteoporose

• Schmerzhafte Muskelverspannungen

• Sehnenentzündungen

• Nervenschmerzen

• Kopfschmerzen und Migräne

• Tinnitus

• Schlafstörungen

• Burn out

• Stoffwechselerkrankungen (Diabetes, Gicht,…)

• Sportverletzungen

• Stärkung des Immunsystems

• Wechseljahresbeschwerden

• Aktivierung des Hormonhaushalts

• Regelschmerzen

• Störungen des Blutdrucks

• Magen-Darm-Beschwerden

• Neurodermitis

• Krampfadern

• Ödeme

Kontraindikation für die Magnet-feldtherapie

Bei der Magnetfeldtherapie treten zwar keine Nebenwirkungen auf, dennoch ist sie aufgrund der elektromagnetischen Felder für bestimmte Personen nicht geeignet. Aus Sicherheitsgründen sind daher Patient*innen mit Herzschrittmachern von einer Behandlung ausgeschlossen. Das Magnetfeld könnte die Elektronik und damit auch die Funktion des Geräts stören. Auch Schwangere sowie Krebspatient*innen, deren Erkrankung weniger als 5 Jahre zurückliegt, sollten auf eine Magnetfeldtherapie verzichten. Für Patient*innen, die über Implantate aus Metall verfügen oder eine bakteriell entzündliche Gelenkerkrankungen haben, besteht ebenfalls ein erhöhtes Gesundheitsrisiko.